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Siedlungsentwicklung und Mobilität (SuM) - Stufe 1 - Teilprojekt "Wohn- und Mobilitätskosten der Haushalte"
Die Privathaushalte achten in der Phase der Entscheidung über ihren Wohnstandort vorrangig auf die Wohnkosten. Sie unterschätzen dabei die Wirkung hoher Mobilitätskosten, die an Wohnstandorten fernab der regionalen Zentren die Kostenvorteile beim Wohnen schnell wieder zunichte machen können.
Berichterstattung der Münchner tz vom 29.09.2011
(zum gesamten tz-Artikel)
Eine Folge dieser Orientierung an niedrigen Grundstückspreisen und niedrigen Mieten ist die Wahl eher peripherer Wohnstandorte mit einer entsprechend starken Autoorientierung. Diese ist für die Haushalte oftmals mit der Anschaffung eines Zweit- oder sogar Drittwagens verbunden. Untersuchungen in der Region Hamburg haben gezeigt, dass das günstig erworbene Eigentum im Umland für die Privathaushalte keine Kostenersparnis bringt, da sich bei einem Aufaddieren von Wohnkosten und Mobilitätskosten relativ unabhängig vom Standort ein ungefähr einheitliches Niveau einstellt.
Mit dem Teilprojekt "Wohn- und Mobilitätskosten der privaten Haushalte" wurde untersucht, ob sich der für die Region Hamburg dargestellte Zusammenhang auch für den Großraum München bestätigt. Darüber hinaus wurde das Bilanzierungsschema gegenüber früheren Studien deutlich verfeinert. So wurde u.a. die Situation unterschiedlicher Haushaltstypen (Sozialstruktur, Einkommen) berücksichtigt.
Im Ergebnis zeigt sich, dass auch in der Region München die Mobilitätskosten erhebliche Teile der Wohnkostenunterschiede zwischen der Kernstadt München und dem Umland bzw. den Umlandzentren und ihren jeweiligen Umlandgemeinden nivellieren.
Aufgrund des sehr hohen Bodenpreisniveaus ist die Nivellierung in der Region insgesamt nicht ganz so ausgeprägt wie z.B. in der Region Hamburg. Gleichwohl kommt es je nach Teilmarkt und Regionsteil zu z.T. erheblichen Ausgleichswirkungen. Dies gilt vor allem für den Mietwohnungsmarkt sowie den als Wohnstandort besonders beliebten südlichen Teil des Münchner Umlands.
Das Teilprojekt "Wohn- und Mobilitätskosten" bildet einen von drei Modulen der 1. Stufe des Projekts "Siedlungsentwicklung und Mobilität (SuM)", das gemeinsam mit dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) und dem Münchner Verkehrsverbund (MVV) bearbeitet wurde. Übergeordnete Fragestellung war, wie eine besser auf den ÖPNV ausgerichtete Siedlungsentwicklung in der Region München erreicht werden kann.
Das zweistufig angelegte Projekt wurde von der Arbeitsgemeinschaft "Nachhaltige Siedlungsentwicklung", bestehend aus den Städten und Gemeinden: Garching b. München, Germering, Haar, Karlsfeld, Landeshauptstadt München, Neubiberg, Oberhaching, Oberschleißheim, Pullach, Unterschleißheim, beauftragt. Es wurde gefördert durch die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern / Regierung von Oberbayern.
Projekte im Themenfeld "Stadtentwicklung und Infrastruktur"
Laufzeit: 2007 - 2008
Status: abgeschlossen
Auftraggeber:
Arbeitsgemeinschaft "Nachhaltige Siedlungsentwicklung", Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern / Regierung von Oberbayern, Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV)
Verantwortlich:
Jens-Martin Gutsche
in Kooperation mit:
Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München, Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV)
Gesamtdokumentation "Siedlungsentwicklung und Mobilität (Reihe "Arbeitsblätter für die Bauleitplanung" der Obersten Baubehörde im Bayerischen Innenministerium)Zu Teil 2 des Projekts Siedlungsentwicklung und Mobilität (SuM) "Fiskalische Bilanz neuer Baugebiete"
