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"Auf den Standort kommt es an!" - Konzeption und Gestaltung einer Broschüre über die Auswirkungen von kommunalen und privaten Planungsentscheidungen auf den Verkehr
Jeden Tag werden in deutschen Stadtregionen kommunale und private Planungs- und Standortentscheidungen getroffen. Viele dieser Entscheidungen haben früher oder später Auswirkungen auf die Verkehrsentwicklung. Die Broschüre "Auf den Standort kommt es an" zeigt am Beispiel der Region Hannover, welche erhebliche Größenordnung diese verkehrlichen Wirkungen von Standortentscheidungen haben.
Die Siedlungsentwicklung der kommenden 10 bis 15 Jahre entscheidet darüber, ob im Jahr 2020 jeder Einwohner der Region Hannover 3 km mehr pro Tag im Auto sitzt oder nicht.
Die Standortwahl für ein einziges großes Einkaufszentrum ("Mall") hat Auswirkungen auf die Einnahmen der ÖPNV-Unternehmen in der Größenordnung von etwa einer Million Euro pro Jahr.
Die Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen in der Region Hannover nimmt auch für Autofahrer ab, wenn die Siedlungsentwicklung nicht ausreichend auf die zentralen Orte konzentriert wird.
Dieses sind einige der zentralen Ergebnisse aufwändiger Modellrechnungen, die im Rahmen eines Bundesforschungsprojektes an der TU Hamburg-Harburg durchgeführt wurden.
Die Broschüre "Auf den Standort kommt es an" fasst diese Ergebnisse prägnant zusammen und erklärt ihre Hintergründe in allgemeinverständlicher Form. Sie zeigt dabei die erhebliche Bedeutung von Standortentscheidungen für die Verkehrsentwicklung in Stadtregionen. Damit unterstreicht sie zugleich die Wichtigkeit stadt- und regionalplanerischer Vorgaben für die Siedlungsentwicklung.
Politisch Verantwortlichen und Bürgerinnen und Bürgern wird dabei vor Augen geführt, dass raumordnerische Konzepte nicht Investitionen verhindern, sondern im Gegenteil helfen, haushälterisch mit den Finanzmitteln der öffentlichen Hand und der privaten Haushalte umzugehen.
Projekte im Themenfeld "Stadtentwicklung und Infrastruktur"
Laufzeit: 2007
Status: abgeschlossen
Auftraggeber:
Region Hannover
Verantwortlich:
Jens-Martin Gutsche
